Bücher aus Frankreich - Französische Bücher
Georges Simenon
„Verstehen, nicht urteilen" war die Devise von Simenon.
Er wurde 1903 in Lüttich geboren und starb 1989 in Lausanne. Dazwischen war er zunächst einmal Journalist für die
„Gazette de Liège" und ein großer Reporter und Photograph. Bekannt wurde er vor allem als der Vater von Maigret,
doch er hinterließ insgesamt über 200 Romane sowie über 150 Erzählungen, die auch ohne Maigret-Hauptfigur sehr lesenswert sind.
Folgende und viele weitere Titel von Georges Simenon
- französische Ausgabe sind zu finden bei
Pages de France
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in FRANZÖSISCH.
Le voyageur de la Toussaint
von Georges Simenon
Nach dem Tod seiner Eltern kehrt der mittellose, 19-jährige Gilles nach La Rochelle zurück, der Heimatstadt seiner Familie. Dort erfährt er mit großer Überraschung, daß er das riesige Vermögen seines verstorbenen Onkels erbt. Doch der Onkel war keine besonders gute Seele und in der Stadt alles andere als beliebt. Für viele ist sein Tod eine Befreiung – solange der junge Erbe nicht erfährt, was sein Onkel wußte. Gilles muß jetzt nicht nur mit diesem Vermögen umgehen, sondern er muß auch lernen zu erkennen, wer es mit ihm gut meint und wer Böses im Schilde führt...
Au rendez-vous des Terre-Neuvas
von Georges Simenon
Maigret wird von einem ehemaligen Schulkameraden um Hilfe gebeten: im bretonischen Fécamp ist im Hafenbecken die schwimmende Leiche eines Schiffskapitäns aufgetaucht und der Funker des Schiffs gilt als Hauptverdächtiger. Viele kennen ihn jedoch und wissen, daß er eines Mordes vollkommen unfähig ist. Aber er verhält sich mit der Polizei so wenig kooperativ, daß der Verdacht gegen ihn sich von Tag zu Tag erhärtet.
Maigret, der seine Ferien ursprünglich im Elsass verbringen wollte, entschließt sich zum Urlaub in der Bretagne und nimmt sich des verdächtigten Funkers an.
En cas de malheur
von Georges Simenon
Lucien Gobillot, brillanter Anwalt und Frauenheld, verteidigt Yvette in einem Mordprozess: Sie ist des Raubüberfalls angeklagt, doch er erwirkt für sie den Freispruch.
Hier könnte die Geschichte aufhören, doch hier beginnt sie erst: Zwischen Yvette und dem Anwalt entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebe, die Lucien viel weiter führt, als ihm lieb gewesen wäre.
Ein düsterer Roman in Tagebuchform: Lucien ist der Schreibende.
Feux rouges
von Georges Simenon
USA, am Wochenende vor Labour-Day: Steve und seine Frau Nancy, deren Beziehung die besseren Tage schon hinter sich hat, sind zu einem Feriencamp unterwegs, um ihre Kinder abzuholen.
Schon zu Beginn der Fahrt ist Steve kräftig angetrunken. Mit jeder Stunde verschlimmert sich sein Zustand, da er regelmäßig zur Flasche greift, um seine Frau zu provozieren.
L'amie de Madame Maigret
von Georges Simenon
Auf Basis eines anonymen Briefs läßt Maigret den Laden eines Buchbinders untersuchen. Als im Ofen verkohlte Menschenreste und Zähne gefunden werden, wird der Buchbinder auf der Stelle verhaftet, obwohl er seine Unschuld beteuert.
Währenddessen paßt Madame Maigret auf das Kind einer Bekannten auf, wird mit dem Kind über zwei Stunden sitzengelassen und verpaßt ihren Zahnarzttermin.
L'Âne-Rouge
von Georges Simenon
Der junge Jean Cholet ist ein unseriöser und skrupelloser Journalist, der vor allen Dingen eins braucht: Geld.
Als er ein zwielichtiges Angebot bekommt, für ziemlich viel Geld gewisse Formulare aus dem Rathaus zu stehlen, nimmt er sofort an. Als Journalist geht er im Rathaus ein und aus und das Risiko ist gering.
Die Geldsumme ist jedoch schnell aufgebraucht, bald hat Jean Cholet überall Schulden. Das nächste reich belohnte Angebot muß dringend her...
Roman eines Abstiegs.
L'écluse n° 1
von Georges Simenon
Emile Ducreau ist ein gemachter Unternehmer. Er besitzt Frachtkähne, Werften, kein Schiffer kommt an ihm vorbei und selbst seine Familie duldet des Geldes wegen sein eher unangenehmes Wesen. Davon abgesehen, ist Emile Ducreau ein Glückspilz: als er mit Messerstichen in den Kanal geworfen wird, fällt ein betrunkener Obdachloser auch in den Kanal, wird gerettet, und Emile Ducreau gleich mit.
Maigret, der nur noch ein paar Tage vor der Rente hat und sein Büro schon geräumt hat, folgt Emile Ducreau, freundet sich mit ihm an, zieht für ein paar Tage bei ihm ein, da Madame Maigret bereits die Kisten gepackt hat und in Meung-sur-Loire auf ihren Mann wartet.
Maigret beobachtet. Und macht sich Gedanken. Ermitteln möchte er eigentlich nicht mehr. Als aber der Sohn der Familie Ducreau tatsächlich ermordet wird, als sich dann herausstellt, daß der „rettende“ Obdachlose nicht irgendein Unbekannter ist, sondern ein Jugendfreund von Ducreau ist, dann kann sich Maigret nicht einfach heraushalten...
L'enterrement de Monsieur Bouvet
von Georges Simenon
Monsieur Bouvet: Ruhiger bürgerlicher Herr, keine Familie, keine bekannte Herkunft, unauffällig, gut erzogen, in den Augen der Concierge der perfekte Mieter.
Monsieur Bouvet schaut sich gerne bei den Bouquinisten an der Seine um, und dort befindet er sich auch, als er das Zeitliche segnet.
Die Concierge wird sich um alles kümmern. Sie hatte Monsieur Bouvet gerne, sie wird das Begräbnis organisieren. Ein Aufruf in der Presse...? Nun, das kann nicht schaden. Aber solange bestellt die Concierge schon mal einen Sarg.
In der Presse erscheinen ein paar Zeilen mit einem Foto.
Und niemand, aber auch niemand, hätte ansatzweise erwartet, daß eine derartige Lawine dadurch ausgelöst würde! Plötzlich tauchen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten mit allen möglichen Anliegen bei der Polizei auf, die mittlerweile völlig im Dunkeln tappt. Wer war Monsieur Bouvet wirklich? Wie war sein richtiger Name? Woher kommt er? Besitzer einer Goldmine, amerikanischer Abenteurer, ehemaliger Anarchist, Verbrecher....? Alles ist möglich...
L'homme de Londres
von Georges Simenon
Maloin, Rangiermeister im Hafenbahnhof von Dieppe, hat schlechte Laune. Heute abend sitzt er in seinem Stellwerkhäuschen und ärgert sich vor sich hin. Über seine Frau, über das Geld, über das Leben...
Und plötzlich wird jemand in den Hafenbecken gestoßen !
Ein Mord ist geschehen, es gab einen Täter, den Maloin gesehen hat und der geflüchtet ist, und was macht Maloin? Ruft er die Polizei ?
Nein: Er springt selbst ins Wasser auf der Suche nach dem Koffer, den das Opfer bei sich trug, findet den Koffer, holt ihn aus dem Wasser, macht ihn auf, und seine schlechte Laune ist augenblicklich verflogen: Der Koffer ist voller Geld.
Daß Maloin heute Abend trotzdem einen verhängnisvollen Fehler begangen hat und besser daran getan hätte, schlicht die Polizei zu rufen und sich da herauszuhalten, wird ihm erst später klar...
L'horloger d'Everton
von Georges Simenon
Mit 16 Jahren hat Ben Galloway schon das Schlimmste begangen: einen Mord. Und das nur aus Liebe für ein Mädchen. Nun sitzt er im Gefängnis von Indianapolis, hüllt sich in Schweigen und will mit seinem Vater nicht reden.
Der Vater ist verzweifelt. Er hat dieses Kind allein großgezogen, nachdem die Mutter sie verlassen hatte, er hat seinen Sohn über alles geliebt, wie konnte dieser zu einem solchen Fremden werden? Was hat er falsch gemacht ?
Ein dramatischer und ergreifender Roman.
1974 von Bertrand Tavernier verfilmt, mit Philippe Noiret und Jean Rochefort.
L'ombre chinoise
von Georges Simenon
Paris, Place des Vosges: In einem Laboratorium liegt der Besitzer auf seinem Schreibtisch gebeugt, ermordet. Sein Tresor ist sperrangelweit offen, das Geld ist weg. Das Motiv ist also klar.
Doch Maigret stellt bald fest, daß auch andere Leute ein Mordmotiv gehabt hätten, das mit Geld nichts zu tun hat...
L'ours en peluche
von Georges Simenon
In einer Klinik kann die Nacht lang sein. Eine junge und unschuldige Nachtschwester ist in einem Sessel eingeschlafen und bittet dem Professor Chabot auf nächtlichem Rundgang ein rührendes Bild.
Chabot ist müde vom Leben, Chabots Ehe ist zerrüttet, Chabot ist einsam.
Seine Anwandlung von Zärtlichkeit wird zum Verlangen.
Als er einige Zeit später erfährt, daß eine schwangere Krankenschwester aus seiner Klinik entlassen wurde und sich in die Seine warf, weiß er sofort, um wen es sich handelt.
Und als er anonyme Briefe erhält und verfolgt wird, wird er von Angst und Schuldgefühlen überrannt – die Hölle wartet auf ihn.
La chambre bleue
von Georges Simenon
Tony hatte schon viele Affären, die ihm selbst seine Frau nicht wirklich übelnahm.
Doch diesmal ist es anders. Für ihn war es nur ein weiterer Seitensprung unter vielen, aber Andrée will mehr, viel mehr.
Tony versucht sich von Andrée zu befreien, stellt die Treffen ein, kümmert sich um seine Familie – vergebens. Andrée läßt nicht locker.
Es kommt zum Äußersten...
La colère de Maigret
von Georges Simenon
Maigret hat schwer zu grübeln: Das Mordopfer Emile Boulay war Inhaber mehrerer Bars und Restaurants in Pigalle und Montmartre, war aber einer von der ruhigen Sorte, ein treuer Familienvater mit geregeltem Leben und, soweit bekannt, keine Feinde im Milieu.
Nun ist er erwürgt worden, und das Erwürgen gehört nicht zu den bevorzugten Methoden in diesem Milieu. Außerdem ist er erst drei Tage nach seinem Tod aufgetaucht, sehr weit von seinem Wohnort entfernt. Auch ungewöhnlich.
Aber die Familie kann es auch nicht sein, davon ist Maigret überzeugt.
Er sucht und ermittelt weiter, bis er plötzlich in einer anderen Affäre als korrupter Polizist erwähnt wird.
Und jetzt wird Maigret richtig wütend...
La danseuse du Gai-Moulin
von Georges Simenon
Lüttich: der 16-jährige Jean Chabot und sein Freund René Delfosse sitzen in der Bar Gai-Moulin und überlegen, wie sie am besten zu Geld kommen. Da liegt es nahe, sich heute Abend in der Bar einschließen zu lassen, um nächtens die Kasse zu leeren.
Gesagt, getan.
Daß sie mitten in der Nacht aus dem Keller schleichen und im dunklen Lokal prompt einem Mord beiwohnen, war nicht geplant.
Daß sie dann schleunigst die Flucht ergriffen und immer noch kein Geld haben, ist auch ärgerlich.
Daß aber einer der Gäste der Bar am Abend davor sie nun ausgiebig befragt und niemand anderes als Commissaire Maigret ist, finden sie endgültig schicksalswidrig.
La disparition d'Odile
von Georges Simenon
Odile fühlt sich von ihrer Familie unverstanden, ihre Mutter ist gleichgültig, ihr Vater kümmert sich ausschließlich um seine Schriftstellerkarriere... Sie hinterläßt ihrem Bruder einen Brief, in dem sie ihre Absicht erklärt, nach Paris zu fahren, um sich dort das Leben zu nehmen.
Der Bruder folgt ihr sofort nach Paris und sucht seine Schwester...
Simenons Tochter beging auch Selbstmord, doch erst lange nach dem Entstehen dieses Romans. Simenon reflektiert hier möglicherweise sein Leben als Schriftsteller und die Folgen seines Ruhms für seine Familie, dennoch nicht den Selbstmord seiner Tochter.
La folle de Maigret
von Georges Simenon
Es ist der Polizei nicht möglich, alle Hinweise ernst zu nehmen und allen noch nicht begangenen Verbrechen nachzugehen.
Als eine alte Dame ihren Mut zusammennimmt und dem Kommissar seltsame Vorgänge melden will, wird sie gar nicht erst vorgelassen. Als sie auf Maigret wartet und ihn beim Verlassen des Büros beiseite nimmt, ist auch er nicht überzeugt. Aber er verspricht ihr, morgen vorbei zu kommen.
Leider zu spät.
Léontine de Caramé wirkte zwar etwas wirr, hatte aber recht. Nun liegt sie ermordet in ihrer Wohnung. Und Maigret hat keine Ahnung, wen er verdächtigen soll.
La fuite de Monsieur Monde
von Georges Simenon
Mit 48 Jahren hat Nobert Monde genug von seinem Leben. Er verläßt seine Frau, seine Kinder, sein Unternehmen, alles. Er verschwindet und entscheidet sich für ein einsames Wanderleben.
In einem Hotel in Marseille hindert er eine unglückliche junge Frau daran, Selbstmord zu begehen. Dadurch findet Norbert Monde ganz unerwartet den Weg zurück zu sich, zu seiner Familie und zu seinem alten Leben.
La guinguette à deux sous
von Georges Simenon
Maigret hat einen Bandenführer verhaften lassen, der hingerichtet werden soll. An diesem Nachmittag bringt Maigret dem Täter die üble Nachricht, daß sein Gnadengesuch abgelehnt wurde – ein eindrucksvolle Szene.
Im letzten Augenblick fragt der Verurteilte anklagend, warum er seinen Kopf lassen muß, während andere Verbrecher, die es in seinen Augen weit mehr verdient hätten, unbehelligt weiterleben dürfen. Maigret hakt nach und erfährt von einem lange zurückliegenden Mord. Er hat jetzt nicht viel in der Hand, doch genug um eine kleine Spur zu verfolgen...
La Jument-perdue
von Georges Simenon
Vor 38 Jahren verlor Curly John seine Pferderanch. Für ihn war die Sache klar: Sein Teilhaber hatte solange intrigiert, bis er in den Besitz der Ranch gelangen konnte.
Doch plötzlich taucht über Umwege ein alter, halb verblichener Brief auf, der diese Angelegenheit erwähnt und auf einen anderen Schuldigen hinweist.